Minecraft Server einrichten
Richte deinen Minecraft Server ein und passe ihn nach deinen Wünschen an.
Diese Anleitung zeigt dir, wie du deinen Minecraft Server einrichtest. Alle Funktionen im Gamepanel sind speziell auf ein gutes Minecraft-Erlebnis abgestimmt, egal ob du Vanilla spielst, Plugins nutzt oder ein komplettes Modpack betreibst.
Version wählen
Im Bereich Versions legst du fest, mit welcher Servervariante und Minecraft-Version dein Server läuft. Ganz oben siehst du unter Current Version, was aktuell installiert ist, zum Beispiel eine bestimmte Version samt Build-Nummer.
Du hast die Wahl aus vielen Varianten. Für Plugins eignen sich unter anderem Paper, Purpur oder Spigot. Für Mods stehen zum Beispiel Fabric, Forge, NeoForge und Quilt bereit. Dazu kommen weitere Optionen wie Vanilla, Folia, Sponge, Velocity und BungeeCord, die vor allem für Sonderfälle wie Proxy-Netzwerke oder besonders viele gleichzeitige Spieler gedacht sind.
Öffne im Panel den Bereich Versions.
Wähle die gewünschte Servervariante, zum Beispiel Paper für Plugins oder Fabric für Mods. Zu jeder Variante siehst du die Anzahl der verfügbaren Versionen und Builds.
Wähle die konkrete Version und den Build aus und bestätige die Auswahl.
Starte den Server. Nach kurzer Zeit ist er online und über die angezeigte Adresse erreichbar.
Ein Wechsel der Variante oder Version kann sich auf bestehende Welten, Plugins und Mods auswirken. Erstelle vorher ein Backup.
Welche Servervariante passt zu dir?
Welche Variante die richtige ist, hängt vor allem davon ab, ob du dein Spielerlebnis mit Plugins erweitern oder mit Mods grundlegend verändern möchtest:
- Vanilla: Original Minecraft ohne Erweiterungen. Ideal, wenn du das Spiel unverändert erleben möchtest, zum Beispiel für einen reinen Survival-Server mit Freunden.
- Paper / Purpur: Optimierte Server-Software mit Unterstützung für Plugins und deutlich besserer Performance als Vanilla. Die beliebteste Wahl für die meisten Server.
- Spigot: Ebenfalls plugin-fähig und die Basis, auf der Paper aufbaut. Paper ist für die meisten Anwendungsfälle inzwischen die bessere Wahl, da es leistungsfähiger ist und weitgehend dieselben Plugins unterstützt.
- Fabric / Forge / NeoForge: Für Modpacks und einzelne Mods. Fabric ist leichtgewichtiger und moderner, Forge hat die größte Kompatibilität mit älteren Mods, NeoForge ist eine aktiv weiterentwickelte Abspaltung von Forge mit ähnlicher Zielrichtung.
Wichtig zu wissen: Plugins und Mods sind grundsätzlich nicht miteinander kompatibel, ein Paper-Plugin läuft nicht auf Fabric und umgekehrt. Leg dich deshalb möglichst früh auf eine Richtung fest, bevor du viel Zeit in Konfiguration, Plugins oder Mods investierst.
Bist du unsicher, welche Variante du brauchst: Willst du nur Plugins (z. B. Economy- oder Anti-Grief-Systeme), wähle Paper. Willst du ein bestehendes Modpack spielen, richte dich nach der vom Modpack empfohlenen Variante, meist Forge oder Fabric.
Grundkonfiguration
Nach der Installation lohnen sich ein paar erste Schritte:
- Servername und MOTD: Passe Servername und Nachricht des Tages (MOTD) an, die Spielern in der Serverliste angezeigt wird.
- Schwierigkeit festlegen: Wähle die Schwierigkeit passend zu deiner Community, siehe Servereinstellungen.
- Whitelist aktivieren: Beschränke den Zugriff auf bekannte Spieler, wenn der Server nicht öffentlich sein soll. Weitere Maßnahmen gegen unbefugten Zugriff findest du unter Sicherheit.
- Arbeitsspeicher prüfen: Kontrolliere im Dashboard, ob der zugewiesene RAM zu deiner Spieleranzahl und deinen Plugins oder Mods passt. Bei spürbaren Rucklern findest du weitere Ansatzpunkte unter Leistung.
Nächste Schritte
Sobald der Server läuft, kannst du ihn gezielt erweitern:
- Plugins installieren: Erweitere deinen Server mit Plugins für Paper, Spigot und Bukkit, siehe Minecraft-Plugins installieren.
- Modpacks installieren: Bringe beliebte Modpacks wie ATM10 oder RLCraft mit einem Klick auf deinen Server, siehe Minecraft-Modpacks installieren.
- Servereinstellungen anpassen: Passe die server.properties bequem im Panel an, etwa PvP, Sichtweite oder Spielmodus, siehe Servereinstellungen (Properties).
- Minecraft-Befehle nutzen: Die wichtigsten Console-Befehle zum Kopieren findest du unter Minecraft-Befehle.
Regelmäßige Neustarts oder Backups lassen sich über Zeitpläne automatisieren, statt sie jedes Mal von Hand anzustoßen.
Brauchst du ein individuelles Setup? Sag uns, was du benötigst, und wir bauen dir eine passende Minecraft-Umgebung. Wende dich dazu einfach an unseren Support.
Häufige Fragen
Technisch ist ein Wechsel im Bereich Versions möglich, allerdings sind Plugins (Paper) und Mods (Fabric/Forge) grundsätzlich nicht miteinander kompatibel. Ein Wechsel bedeutet in der Praxis meist, dass du neu mit Plugins oder Mods für die jeweilige Plattform beginnst. Deine Welt selbst bleibt dabei in der Regel erhalten, ein vorheriges Backup schützt dich aber trotzdem vor Überraschungen.
Meist liegt es daran, dass installierte Plugins oder Mods nicht mit der neuen Version kompatibel sind. Prüfe die Console auf Fehlermeldungen und aktualisiere gegebenenfalls deine Plugins/Mods oder setze die Version über ein Backup zurück.
Für die meisten Spieler empfiehlt sich die aktuellste stabile Version, da sie die beste Plugin- und Mod-Unterstützung hat. Möchtest du ein bestehendes Modpack spielen, richte dich nach der vom Modpack vorgegebenen Version.
Siehe auch
- Minecraft-Plugins installieren - deinen Server mit Erweiterungen ausstatten
- Minecraft-Modpacks installieren - komplette Modpacks mit einem Klick installieren
- Servereinstellungen (Properties) - server.properties bequem im Panel anpassen
- Minecraft-Befehle - die wichtigsten Console-Befehle zum Kopieren
- Backups & Snapshots - deine Welt vor riskanten Änderungen sichern
